Zielführende Sache: Worauf man beim Kauf mobiler Autonavigationsgeräte achten sollte - OneTarif

Zielführende Sache: Worauf man beim Kauf mobiler Autonavigationsgeräte achten sollte

Sie sind klein, billig und jederzeit beliebig einsetzbar, ob im privaten, geschäftlichen Pkw oder am Motorrad oder Fahrrad. Die Rede ist von mobilen Navigationsgeräten. Eine echte Alternative zu festinstallierten Großrechnern die per Serienausstattung oft das zehnfache der mobilen Alternativen kosten. Wenn man nachts auf der Autobahn unterwegs ist, sieht man in jedem zweiten Auto das mittlerweile vertraute Leuchten der Displays, deren Benutzer oft nur scheinbar nicht den Nachtmodus gefunden haben.

Was können diese mobilen Alternativen aber wirklich und was muss ich beim Kauf beachten? Onetarif vergleicht für sie die wesentlichen Alternativen.
Früher waren Navigationssysteme und GPS im Auto nur etwas für Leute mit Geld oder Profis im Außendienst. Inzwischen gibt es Navigationsgeräte schon beim Discounter - zu Preisen, die sich jeder leisten kann.
Gemeinsam haben sie die Notwendigkeit, GPS zu empfangen. GPS war ursprünglich zur Positionsbestimmung und Navigation im militärischen Bereich vorgesehen. Heute wird es jedoch vermehrt auch im zivilen Bereich genutzt: in der Seefahrt, Luftfahrt und eben durch Navigationssysteme im Auto.

Grundfunktionen

Zu den Basisfunktionen der Geräte gehört die Routenführung zu einem Zielpunkt, die Ermittlung der nächsten Objekte eines bestimmten Typs ("wo ist die nächste Tankstelle?") und die Anzeige der aktuellen Position. Ausserdem zeichnen die Systeme die Fahrtroute auf, um diese später auszuwerten.

Verfügt die Lösung über eine Möglichkeit die von vielen Radiostationen in ihrem Signal versteckten Staudaten (TMC) zu empfangen, kann so ein Navi sogar die Route ändern, wenn sich voraus ein Stau abzeichnet. Manche Lösungen für PDAs oder Smartphones, wie etwa der "Tomtom Navigator" holen sich die Stauinformationen auch per Internet. In der Regel kostet dieser Service aber zusätzlich.

Entwicklung

Seit 2002 kamen einhergehend mit der gesteigerten Leistungsfähigkeit von portablen Computern auch PDAs auf den Markt, die über Bluetooth, USB oder serielle Schnittstelle mit einem GPS-Empfänger nachgerüstet werden konnten (z.B. GPS-Maus), und mit der entsprechenden Software auch als mobiles Navigationssystem benutzt werden konnten. Im Folgejahr tauchten auch die ersten kompletten Angebote auf, die über die für die Navigation notwendige Hard- und Software verfügten. Seit 2005 gibt es auch entsprechende Lösungen für Smartphones, die zwar die PDAs zunehmend verdrängten, allerdings im Navigationsbereich bisher nicht die Marktbedeutung der mobilen Navigationsgeräte erlangen konnten.
Während die ersten Komplettsysteme hardwareseitig auf handelsübliche, multifunktionale PDAs aufsetzten, kamen ab 2005 auch Geräte auf den Markt, deren Hardware und Betriebssystem auf den reinen Navigationsbetrieb zugeschnitten sind. Hier fehlen die sonst z.B. bei PocketPC Geräten enthaltenen Organizer- und Multimediafunktionen weitgehend, ebenso sind Schnittstellen wie USB oder Bluetooth nicht vorhanden oder funktional eingeschränkt. Das durch die Funktionseinschränkungen deutlich "schlankere" Betriebssystem erlaubt es, einfachere und damit günstigere Hardware (RAM, CPU-Geschwindigkeit) zu verwenden, außerdem sind die Software-Lizenzen für den Gerätehersteller oft deutlich günstiger als bei einem "vollständigen" PocketPC-Betriebssystem. Aktuell (März 2008) haben diese PNA genannten Komplettsysteme die ursprünglichen Nachrüstlösungen und Komplettsysteme auf PDA-Basis weitgehend vom Markt verdrängt.


Mobile Navigationssysteme können inzwischen dank ihrer Software und des großen Arbeitsspeichers nicht nur navigieren, sondern auch Routen zu vorgebbaren Zielen berechnen, die in der Regel über Adressen eingegeben werden können. Die Qualität der berechneten Route ist abhängig von der Genauigkeit und Aktualität des verfügbaren, digitalen Kartenmaterials, das in der Regel als Vektorgraphik vorliegt und über eine Computer-Schnittstelle aktualisiert werden kann. Die graphische Wiedergabe kann in der Regel auch wahlweise in einer zweidimensionalen Kartenprojektion, als auch in einer pseudo-dreidimensionalen Projektion erfolgen.


Zur Zeit gibt es mit NAVTEQ und Tele Atlas zwei große, weltweit operierende Anbieter von entsprechendem Kartenrohmaterial. Die Navigationsgeräte selber und deren Software werden von einer Vielzahl von regionalen und spezialisierten Anbietern entwickelt.

 

Einsatz in Automobilen

Gegebenenfalls können die Geräte auch während der Navigation aktuelle Daten zur Verkehrsdichte empfangen, wie zum Beispiel über den Traffic Message Channel, um etwa bei Staus oder Straßensperrungen sofort eine alternative Route zu berechnen. Wegen des Komfort- und Zeitgewinns finden die Geräte daher zunehmend im Automobilbereich Anwendung, wo die Navigationsanweisungen nicht nur visuell auf farbigen Bildschirmen, sondern auch akustisch über einen eingebauten Lautsprecher oder Kopfhörer ausgegeben werden, damit der Fahrzeugführer den Blick nicht vom Verkehrsgeschehen nehmen muss.


Die Geräte können im Fahrzeug mit Saugnäpfen an der Windschutzscheibe oder mithilfe von Halterungen zum Beispiel an oder in der Fahrzeugkonsole oder an einem Lenker befestigt werden. Diese Befestigungen sind meist nicht sehr stabil, weshalb von derartig befestigten Geräten bei einem Verkehrsunfall eine erhebliche Verletzungsgefahr ausgehen kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie im Entfaltungsbereich von Airbags installiert sind.


Festinstallierte Systeme können zusätzlich auch noch Odometrie-Daten berücksichtigen, um bei schwierigem oder unmöglichem Empfang zuverlässiger weiternavigieren zu können.

Leistungsmerkmale

Mögliche Leistungsmerkmale moderner Geräte sind neben den programmspezifischen Besonderheiten der

Navigationssoftware:

- Integrierter Akku ermöglicht den Einsatz auch außerhalb des Fahrzeugs.
- Touchscreen zur Vereinfachung der Adresseingabe durch Druck auf die Bildschirmfläche.
- Die Unterstützung von TMC und TMC Pro um dem Fahrer Ausweichstrecken um Staus und Behinderungen anbieten zu können.
- Die Anzahl der im Datenmaterial enthaltenen Länder.
- Bluetooth-Unterstützung für Mobiltelefone und Autoradios. So können moderne Geräte mit dem Handy kommunizieren und als Freisprechanlage Telefongespräche abwickeln und während der Navigation z. B. die Sprachausgabe des Navigationssystems stoppen. Auch kann die Sprachausgabe per Bluetooth über ein entsprechend dafür ausgelegtes Autoradio über die Fahrzeuglautsprecher ausgegeben werden.
- Unterstützung für Speicherkarten - teilweise sogar integrierte Mini-Festplatten - um große Karten oder Multimediale Inhalte speichern zu können.
- Unterstützung und Darstellung digitaler Medien, wie z. B. Musik (MP3), Bilder (jpg) oder Videos (divx).

Vor- und Nachteile mobiler Navigationssysteme

Im Vergleich zu fest verbauten Navigationsgeräten des Fahrzeugherstellers haben sie den Vorteil, dass sie sehr flexibel eingesetzt und schnell in andere Fahrzeuge installiert werden können.
Im Vergleich zu PDAs mit Navigationsfunktion haben Navigationsgeräte den Vorteil, dass sie, da ausschließlich die Navigationsanwendung läuft, gerade durch ungeübte Benutzer einfacher zu bedienen sind. Auch ist die Programmstabilität höher, da keine anderen Programme evtl. im Hintergrund laufen.
Ein Nachteil ist neben der häufig ausschließlichen Verwendbarkeit als Navigationsgerät, wie bei fest verbauten Navigationsgeräten des Fahrzeugherstellers, die in der Regel noch fehlende Synchronisationsfähigkeit mit lokalen PCs. So kann nämlich bei einem PDA mit GPS-Modul und entsprechender Software teilweise die manuelle Adresseingabe gespart werden, da dieser, nach Synchronisation mit dem PC auch Adressen aus Kontaktverwaltungsprogrammen zur Navigation nutzen kann.

Anbieter

Die bekanntesten Anbieter mobiler Navigationsgeräte im deutschsprachigen Raum sind TomTom, Medion, Navigon, Garmin sowie Falk. Aber auch etablierte Hersteller von fest zu verbauenden Navigationssystemen bieten inzwischen eigene mobile Geräte an, zum Beispiel Becker oder Blaupunkt.

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