München/Berlin (pte/29.09.2010/11:35) - 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung interessieren sich wieder mehr Autokäufer für den Trabant. Die "Rennpappe des Ostens" hat nun auch in den alten Bundesländern ihre Fangemeinde gefunden. Einer neuen Erhebung des Online-Pkw-Marktplatzes AutoScout24 http://autoscout24.de nach klickten im August dieses Jahres 23 Prozent mehr Nutzer die online-stehenden Trabi-Inserate an als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Dass die Nachfrage nach Trabis groß ist, belegt auch die aktuelle Diebstahlstatistik.
Durchschnittspreis 2.509 Euro
"Berücksichtigt man die üblichen Preisschwankungen, sind sowohl die Durchschnittspreise für Trabis als auch Wartburgs seit März 2009 relativ konstant geblieben. Damit verzeichnen die Fahrzeuge keinen nennenswerten Wertverlust", so AutoScout24-Senior-PR-Manager Katja Jandrewski auf Nachfrage von pressetext. Ein Trabant in den neuen Ländern kostet im Schnitt 2.509 Euro und ist damit neun Prozent teurer als im Westen der Bundesrepublik.
Dass der Trabi wieder reißenden Absatz findet, zeigt sich an den aktuellen Zahlen. Allein 157 Fahrzeuge der Kultmarke waren im August 2010 bundesweit im Fahrzeugbestand der Online-Plattform gelistet. Das Spektrum ist riesig und reicht von original belassenen Liebhaberstücken über detailliert umgebaute Renntrabis bis hin zu schrill lackierten und tiefer gelegten Cabrios. Zudem werden Erstzulassungen ab 1959 sowie Trabis gegen Ende des Produktionszeitraumes 1991 zum Verkauf angeboten. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Pkw der Marke Wartburg.
Mehr Trabi-Verkäufer im Osten
Das Angebot der nostalgischen Fahrzeuge konzentriert sich vor allem auf die neuen Länder. Von den im August dieses Jahres auf AutoScout24 knapp 160 angebotenen Trabis finden sich mehr als zwei Drittel in Ostdeutschland. Nur 55 Autos stehen im Westen zum Verkauf. Beim Wartburg liegt der Fall ähnlich. 56 Exemplare warten im Osten der Republik, lediglich zwölf in den alten Bundesländern auf einen neuen Besitzer.
Das ehemalige Sachsenring-Fabrikat ist inzwischen auch bei Dieben sehr beliebt. Gemessen am Fahrzeugbestand der Automarken hatten Trabantfahrer 2009 das höchste Diebstahlrisiko. Der jährlichen Analyse zum Autodiebstahl der Deutschen Versicherer http://gdv.de nach lag die sogenannte "Klaurate" bei 1,39 von 1.000. Auf Platz zwei und drei folgen Porsche und Audi mit 1,26 bzw. 1,13 von 1.000. Dahinter rangiert Ssangyong (1,13 von 1.000) und VW mit 0,97 von 1.000).
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[ Quelle: http://pressetext.com/news/100929020/ ]
Fotohinweis: Trabis: Gestiegene Nachfrage belebt das Geschäft (Foto: pixelio.de, Alexandra H.)