New/York/Frankfurt am Main (pte/02.12.2009/11:30) - Deutsche Automarken verkaufen sich in den USA trotz Wirtschaftskrise gut. Angesichts der aktuellen Absatzzahlen zeigt sich, dass vor allem Volkswagen, Daimler, Porsche sowie Audi immer beliebter bei den Konsumenten werden. BMW dagegen muss weiter um die Gunst der Käufer werben. Auch ohne staatliche Abwrackprämie hat sich der Autoabsatz im November verbessert, sodass Analysten bereits von ersten Signalen einer allmählichen Trendwende auf dem globalen Automarkt sprechen. Das schwache Vergleichsniveau von 2008 relativiert aber.
Talsohle nach Durststrecke erreicht
"Das von der Regierung aufgelegte Prämienprogramm ,Cash for Clunkers' hat dem Absatz in den USA sehr geholfen. Auch nach dem Auslaufen deuten die Indikatoren darauf hin, dass die Talsohle inzwischen erreicht ist", sagt Eric Heymann, Automobilmarktanalyst der Deutschen Bank http://www.deutsche-bank.de , im Gespräch mit pressetext. Die November-Zahlen sind vor allem für VW erfreulich. Der US-Absatz stieg den fünften Monat in Folge. Die Verkäufe legten um 13,7 Prozent auf 16.250 Fahrzeuge zu. So verkauften die Wolfsburger in den USA nach elf Monaten 193.067 Autos und liegen damit nur noch 6,1 Prozent unter Vorjahreswert.
Porsche zieht an, Audi tritt auf der Stelle
Neben VW hat auch Porsche Absatzerfolge zu verbuchen gehabt. Dem Sportwagenbauer war es möglich, seinen US-Absatz im November um 18 Prozent auf 1.626 Fahrzeuge auszubauen. Als Verkaufsschlager entpuppte sich vor allem das neue viertürige Coupe Panamera. Obwohl das Modell erst Mitte Oktober in den Markt eingeführt worden ist, wurden bereits 366 Autos aus der neuen Baureihe verkauft. Die VW-Tochter Audi hingegen kommt nicht von der Stelle und verkaufte im abgelaufenen Monat nur 6.810 Wagen - ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.
Mercedes kann mit E-Klasse punkten
Der Daimler-Konzern, der heute, Mittwoch, angekündigt hat, Teile der C-Klasse-Produktion aus Deutschland in die USA zu verlagern, verbuchte ein Verkaufsplus von rund neun Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat. Erfolgreich dabei war die Kernmarke Mercedes-Benz, die einen Zuwachs von 19 Prozent erzielte und mit der neuen E-Klasse punkten konnte. Der Absatz von Smart-Kleinwagen ging jedoch um fast zwei Drittel zurück. Nur 650 Stück konnten verkauft werden. Im Vorjahresmonat waren es dagegen noch fast 1.900. "Das täuscht darüber hinweg, dass der Trend zu energieeffizienten Autos weiter anhält", meint Heymann.
Amerikaner verschmähen Kleinwagen
Der Analyst führt gegenüber pressetext die Zurückhaltung der Amerikaner vor allem auf die Entwicklung der Kraftstoffpreise zurück. "Dies hat bewirkt, dass teils sogar Sonderschichten für SUVs gefahren werden mussten. Die Mentalität ist eben eine andere", so Heymann. Das musste auch BMW beim Absatz des Mini feststellen. So wurde insgesamt ein Absatzrückgang um 7,5 Prozent auf 18.272 Stück verzeichnet. Die Kernmarke BMW verkaufte sich aber mit einer Steigerung um 3,2 gut. Die Tochter Mini brach um 44 Prozent ein. Toyota, Hyundai und Nissan blicken erfreulich in die Zukunft, während Chrysler und GM ihre Talfahrt fortsetzen.