Ruanda setzt auf Agrotreibstoffe - OneTarif

Ruanda setzt auf Agrotreibstoffe

Kigali/London (pte/29.03.2010/15:10) - Ruandas erster Bio-Diesel betriebener Bus hat vorige Woche seinen Dienst zwischen der Hauptstadt Kigali und der Grenzstadt Akanyuru aufgenommen. Der Biodiesel-Express fährt mit Öl aus Pflanzen und Tieren sowie mit Altspeisefett aus Restaurants. Drei Jahre lang haben ruandische Forscher an der Entwicklung des Fahrzeuges gearbeitet.

ruanda-setzt-auf-agrotreibstoffeZiel des kleinen und sehr armen afrikanischen Landes ist es, die Abhängigkeit von Rohöl zu verringern und zusätzlich die Klimabilanz zu verbessern. "Wenn 100 Prozent Bio-Diesel eingesetzt wird, verringern sich die Kohlenmonoxid-Emissionen um 48 Prozent", so Jean Baptiste Nduwayezu, Chef des Institute of Scientific and Technological Research IRST http://www.irst.ac.rw .

Experten: Anbaufläche fehlen

Ruanda ist mit einer Landfläche von rund 26.000 Quadratkilometern eines der kleinsten Länder Afrikas. Experten gehen davon aus, dass mindestens 225.000 Hektar Fläche zum Anbau von Ölpflanzen - wie etwa Avocado, Moringa oder Jatropha - zu Vollversorgung Ruandas nötig wären. Das entspricht etwa 8,5 Prozent der Gesamtfläche und läßt Experten daran zweifeln, ob das Land groß genug sei, Agro-Diesel zu einer Alternative von Erdöl zu machen.

Ruandas Forst- und Bergbau-Minister Christopher Bazivamo sieht keinen Grund für Zweifel. "Wir könnten Moringa Bäumen entlang aller Straßen pflanzen. Dann gibt es kein Problem mehr mit der Anbaufläche", so der Minister.

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