Osaka (pte/02.04.2010/13:45) - Der japanische Chemiekonzern Teijin http://www.teijin.co.jp/english/ hat mit dem "PU_PA" ein Elektroauto vorgestellt, das nicht einmal 500 Kilogramm auf die Waage bringt. Möglich machen den ultraleichten E-Flitzer neuartige Materialien und Fertigungsprozesse. Bislang handelt es sich allerdings um ein Konzeptfahrzeug, doch schätzt das Unternehmen, dass leichte Elektroautos mit seinen Materialien in fünf bis zehn Jahren den Markt erreichen werden.
Materialschlacht
Bauteile, die wie metallische Verkleidungen aussehen, bestehen beispielsweise aus "Teflex". Das ist ein spezieller PET-Film, der laut Unternehmen gut formbar ist. Zur Vernetzung der Fahrzeugelektronik kommt statt Kabel "Cell Form" zum Einsatz. Das ist ein zweidimensionales Signalleitmaterial, welches laut Hersteller die Sicherheit einer kabelgebundenen Übertragung mit der Bequemlichkeit einer kabellosen Verbindung kombiniert.
Die Kernstruktur des Fahrzeugkörpers nutzt indes ein Karbon-Kompositmaterial, bei dem ein Urethanschaum-Material zwischen zwei Prepreg-Platten unter Hitze gepresst und integriert wird, berichtet Tech-On. Anstelle von Glas kommt an vielen Stellen ein hitzebeständiges Polycarbonat-Harz zum Einsatz, das laut Teijin aber nicht für die Verwendung als Windschutzscheibe geeignet ist. Bei den Reifen setzt Teijin auf das Polyethylennaphthalat "Teonex", was ein geringeres Fahrbahngeräusch in Aussicht stellt.
Leichtgewicht
Insgesamt kommt das PU_PA so auf ein Gewicht von nur 437 Kilogramm. Das ist nicht einmal die Hälfte dessen, was beispielswesie Mitsubishis Serien-Elektroauto i-MiEV (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090605013/) auf die Waage bringt. Allerdings ist letzteres ein Vier-, das Teijin-Fahrzeug aber nur ein Zweisitzer.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern und einer Reichweite von 100 Kilometern wäre das Leichtgewicht auch eher als reiner Stadtflitzer interessant. Der Konzeptprototyp hat allerdings aufgrund einiger Sicherheitsbedenken keine Straßenfreigabe. Diese muss Teijin noch in den Griff bekommen, so das Konzept wirklich Realität werden soll.