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Entspannung in der Autobranche in Sicht

Frankfurt am Main (pte/15.01.2010/13:55) - Das Automotive Institute der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwc.de/portal/pub prognostiziert den Autoherstellern für 2010 keine Entspannung. Der Studie zufolge verlassen 2010 voraussichtlich rund 4,8 Mio. Pkw die Werkshallen - rund 100.000 weniger als 2009. Dabei geht der Rückgang vor allem zu Lasten der Volumenhersteller, die im Vorjahr noch von der so genannten Abwrackprämie gestützt wurden.

entspannung-in-der-autobranche-in-sichtIm Volumensegment wird ein Minus von 9,4 Prozent auf 2,3 Mio. Fahrzeuge vorausgesehen, nachdem die heimische Produktion in diesem Segment bereits 2009 um 9,1 Prozent auf 2,6 Mio. Pkw gesunken war. Premiummarken wie Audi, Mercedes und BMW sollten demgegenüber von der Erholung wichtiger Exportmärkte wie den USA und Westeuropa, aber auch von der wachsenden Nachfrage in China und anderen Schwellenländern profitieren. Für das Premiumsegment erwartet PwC einen Zuwachs um rund 8,0 Prozent auf 2,5 Mio. Fahrzeuge.

Erholung erst 2012

"Wir erwarten, dass die deutsche Autoindustrie insgesamt erst 2012 wieder an das Produktionsniveau vor Beginn der Krise anknüpft und deutlich über fünf Mio. Pkw herstellen kann. Langfristig ist das Wachstum allerdings begrenzt, da die deutschen Hersteller ihre Produktion zunehmend internationalisieren. Aktuelles Beispiel ist die teilweise Fertigungsverlagerung der Mercedes C-Klasse in die USA", kommentiert Harald Kayser, Leiter des Bereichs Automotive bei PwC.

Die Abwrackprämie hat den Automobilabsatz in Deutschland im Jahr 2009 zwar auf rund 3,8 Mio. Pkw katapultiert, die heimische Produktion sank dennoch um rund 500.000 auf 4,9 Mio. Einheiten. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Käufer mit der Prämie vor allem kleinere Fahrzeuge und nur selten Pkw der deutschen Premiumhersteller finanzierten. Der östereichische Kfz-Handel verbuchte im Vorjahr sogar einen Rekordabsatz. Insgesamt wurden 2009 mit 319.403 neu zugelassenen Pkws 8,8 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. Das Absatzergebnis ist das beste seit 1992.

Starkes Produktionswachstum in Asien

Weltweit dürfte die Pkw-Produktion 2010 deutlich auf 63 Mio. Einheiten steigen. Im vergangenen Jahr war die Fertigung von 66 Mio. auf 56,9 Mio. Fahrzeuge eingebrochen. China hat dabei die USA 2009 als weltgrößten Automarkt abgelöst. Nach Industrieangaben stieg der Pkw-Absatz in China auf 10,3 Mio., hieß es in diversen Medienberichten. Allein in China werden 2010 voraussichtlich über zwölf Mio. Autos produziert.

Für Nordamerika prognostiziert PwC nach einem dramatischen Jahr und tiefen Einschnitten in der heimischen Industrie eine Erholung um 1,9 Mio. auf 10,4 Mio. Pkw. Demgegenüber werden die Hersteller in der Europäischen Union nur geringfügig von der Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage profitieren.

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