China hilft Automobilzulieferern aus der Patsche - OneTarif

China hilft Automobilzulieferern aus der Patsche

Wien (pte/24.04.2010/13:25) - Trotz der schwächelnden Konjunktur und großer Hürden beim Eintritt in neue Märkte blicken Automobilzulieferer weltweit wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Vor allem Markterfolge in China heben die Stimmung. Obwohl der Wettbewerb in der Volksrepublik im Vergleich zu den jeweiligen Heimatmärkten intensiver wird, prognostizieren 90 Prozent der Autozulieferer sich bessernde Wirtschaftsbedingungen. Drei Viertel sehen sogar zweistellige Zuwächse und verweisen für das Geschäftsjahr 2010 auf eine deutliche Zunahme der Auftragseingänge.

china-hilft-automobilzulieferern-aus-der-patscheBoom bis 2015 erwartet

"China ist längst nicht nur für die Automobilhersteller, sondern in zunehmendem Maße auch für die Zulieferer interessant. Wer im internationalen Wettbewerb langfristig bestehen bleiben will, kommt an der Volksrepublik nicht vorbei", so Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen http://www.uni-due.de auf Nachfrage von pressetext. Der Fachmann verweist mit Blick auf die bisherige Wachstumsentwicklung auch darauf, dass sich der Internationalisierungstrend trotz Krisenfolgen in Richtung China weiter fortsetzen wird.

Eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung A.T. Kearney http://www.atkearney.com wendet hingegen ein, dass die Situation trotz bester Wachstumschancen in China sowie sich bessernder Auftragseingänge angespannt bleibt. Neben dem Anstieg der Arbeitskosten wird auch eine fehlende Rechtssicherheit befürchtet. Der Großteil der 200 befragten Manager hat für China außerdem Bedenken aufgrund der schlechten Infrastruktur. "Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Zulieferer ihre Produktionskapazitäten vor Ort ausbauen", sagt Dudenhöffer.

Insolvenzgefahr nimmt ab

Dass sich der Ausbau lohnt, verdeutlichen die Zahlen des A.T. Kearney "Global Automotive Barometers". Die Chancen überwiegen gegenüber den Risiken. So wird das Geschäftsklima nur noch von rund vier Prozent der befragten Zulieferer negativ beurteilt. Auch das Bild bei den erwarteten Zuliefererinsolvenzen scheint sich zu drehen. Hatten vor einem Jahr noch fast alle Befragten einen Anstieg der Insolvenzen befürchtet, sind dies aktuell nur noch rund ein Drittel. Vielmehr erwartet gegenwärtig schon ein Drittel einen Rückgang der Insolvenzgefahr.

In Hinblick auf die Stabilität von Automobilherstellern weicht die gute Stimmung jedoch der Skepsis. So erwarten viele Zulieferer in den kommenden drei Jahren nach wie vor deutliche finanzielle Probleme einzelner Automobilhersteller. Große Akquisitionen wie noch vor der Krise stehen bei vielen Zulieferern nicht auf der Agenda. So erwägen weniger als 20 Prozent der Befragten Zukäufe von Wettbewerbern. Auch wenn die internationalen Zulieferer einheimische Zulieferer als Hauptwettbewerber zu spüren bekommen, überwiegen Chancen.

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